CouRage

Eine transmediale Reise beim Festival der Regionen 2019

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Fotodokumentation von © Nick Mangafas // FdR 2019

 

Sich für jemanden einsetzen, ungehorsam sein, Befehle verweigern, sich wehren, nachforschen, hinterfragen, für etwas aufstehen, seine Meinung in aller Öffentlichkeit kundtun, dort wo niemand sonst den Mut dazu findet.

Geschichten aus Gegenwart und Vergangenheit zum Thema Zivilcourage sind während einer Busrundfahrt in einer Toncollage zu hören. Die Route führt an jenen Orten in der Region vorbei, die Schauplatz von kleinen und größeren couragierten Handlungen waren oder sind. Im Steinbruch der KZ Gedenkstätte Mauthausen erwartet Boris Nieslony die Reisenden mit einer stillen Performance. Am Ende der Tour gibt es die Möglichkeit zum Gespräch.

Konzept & Regie: Gerald Harringer
Radioworkshop, Sendungsgestaltung, Audioschnitt: Rosvita Kröll (Radio FRO)
Musik: Thomas Reinhart
Performance: Boris Nielsony
Tontechnik & Fotografie: Daniel Stimmeder

AUSZÜGE AUS DEM HÖRSTÜCK in der Radio FRO-Sendung zu CouRage.

FOTOS (© Daniel Stimmeder & Gerald Harringer) VON DER BUSTOUR und der PERFORMANCE im Steinbruch (KZ Mauthausen) am 4., 6. und 7. Juli 2017:


FOTO (© Bezirksrundschau) vom Flashmob „CouRage“ bei der Eröffnung des Festival der Regionen am 28. Juni 2019):

Foto flashmob CouRage_Bezirksrundschau_Elisabeth Glück 2.jpg

DIE ROUTE:

FOTOS VOM RADIOWORKSHOP (bei Radio FRO am 17. Mai 2019, u.a. mit AyslwerberInnen aus St. Georgen a.d. Gusen):

IN KOOPERATION MIT AK Kultur
akkultur

PROJEKTPARTNER:

Dank an

  • WELCOME – Verein für neues Miteinander, Mauthausen
  • BRIGHT FILMS (Johannes Pröll)
  • BEWUSSTSEINSREGION (Andrea Wahl)
  • das Team Festival der Regionen
  • Busfirma Naderer
  • Projektassistentin Claudia Hochedlinger
  • die WorkshopteilnehmerInnen und InterviewpartnerInnen:
    Micah und Melia, Evelin, Andreas, Faramarz, Marziyeh, Edris, Monika, Franziska, Sophie, Leo sowie Anna Hackl, Walter Hofstätter und Martha Gammer.
>> Zur Projektseite beim Festival der Regionen

Courage SW wide 5922px_photo by Gerald Harringer

 

Rowing for Europe

Im Ruderboot von Linz bis ans Schwarze Meer
From Linz to the black sea with a rowboat

Dokumentarfilm / documentary, 50 min, AT 2017

Ein Türke und ein Österreicher rudern ab Linz quer durch Südosteuropa die Donau stromabwärts bis zum Schwarzen Meer. Der Raum des unmotorisierten hölzernen Ruderbootes ist ein schwimmender und schwankender Mikrokosmos. Rudern, kochen, essen, schlafen – alles spielt sich auf wenigen Quadratmetern ab. Die gemächliche Reise führt uns durch heftige Gewitter und dunkle Schleusen. Und zu Menschen, denen wir sonst wahrscheinlich nicht begegneten wären.

A Turk and an Austrian row down the Danube from Linz right through South-east Europe all the way to the Black Sea. The space of the unmotorized wooden rowboat is a floating and shaky microcosm. Rowing, cooking, eating, sleeping – everything takes place in just a few square meters. The leisurely journey takes us through heavy storms and dark locks. And to people we would otherwise probably never have met.

Die Gespräche finden zu Wasser und an Land statt. Einige Gäste werden im wahrsten Sinne des Wortes ins Boot geholt. 50 Tage dauerte die Fahrt auf der rund 2200 km langen Wasserstrecke, die durch neun Länder führte. Sie wird mit Video (GOPRO Cam HERO5) dokumentiert. Der Film zeigt Impressionen der Reise und Interviews mit GesprächspartnerInnen aus verschiedenen europäischen Ländern. U.a. mit Fischern, KulturmanagerInnen, KünstlerInnen, TouristInnen, einer Lehrerin, einem Journalisten, einem Wirten, einem Bürgerrechtler und Poeten. Gespräche über Europa, Grenzen  und Gemeinsamkeiten werden geführt.

Das Tempo der Reise ist vom Wetter, von Unwegbarkeiten und schwierigen Flusspassagen, wie Schleusen und von körperlichen Befindlichkeiten aber auch physischen Grenzen bestimmt. Ruderschläge, Windstärken und Strömungsgeschwindigkeiten ersetzen Uhr und Terminkalender und geben die Zeitrhythmen sowie Besprechungsorte vor.

Was bedeutet diese Entschleunigung, bei einem Reisetempo von rund 5 km/h, also etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit ? Verschafft diese Zeitlupe einen anderen Blick auf Europa? Ist die Donau mehr trennendes oder verbindendes Element? Was macht eine solche Reise mit unseren Vorstellungen und Klischees  von osteuropäischen Ländern und deren BewohnerInnen? Diesen und anderen Fragen geht „Rowing for Europe“ nach.

Rowing for Europe – Credits:
Buch:  Gerald Harringer
Kamera:  Gerald Harringer
Schnitt:  Werner Beham
Ton: Markus Reiter
Musik: TRIPTONUS (Fabian Kummer, Nikolaus Kummer, Wanja Bergmann, Jakob Bachbauer, Max Mayer, Clemens Hackmack); www.facebook.com/Triptonus/  https://triptonusband.bandcamp.com

Produzent/Produzentin:  Johannes Pröll
Produktion: BRIGHT FILMS & Die Fabrikanten

Rowing for Europe – Screenings:
CROSSING EUROPE Filmfestival Linz, Österreich, April 2017
DIVAN FILM FESTIVAl, Rumänien, August 2017
Festival DER NEUE HEIMATFILM – Freistadt, August 2017
Cinema Słubicki Miejski Ośrodek Kultury, Polen, Oktober 2017
OKTO TV und DORF TV, Juni 2018

Förderungen:  BKA, Linz, Land OÖ.

>> zur ROWING FOR EUROPE Website

Schlafen + Aufwachen_GOPR0315.00_00_32_15.Standbild001

Patrik Huber – Living Dead Clown

 
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Ein Portrait des Linzer Künstlers und Bühnen-Enfant terrible im Zeitraum 2007 bis 2013.

Drehbuch, Regie, Schnitt, Produktion: Gerald Harringer
Dauer: 27 min. // A 2013

Stills: 

 

Patrik Huber wurde in Insiderkreisen u.a. als schräger Entertainer „Georgie Gold“ und Gründer des Musiktheater-Ensembles „The Living Dead Clowns“ bekannt.  Der ultragroteske Humor Patrik Hubers’ ist etwas für Hardliner, ein Humor der bis an die Schmerzgrenze reicht. Patrik Hubers’ Performances sind Drahtseilakte des Unsinns.  Bei einem breiteren Publikum findet er jedoch kaum Gehör, zu irritierend sind seine Attacken der Sinnlosigkeit.

Das Filmportrait gewährt Einblicke in die Welt eines traurigen Clown-Punks und zeigt die Gratwanderung, auf der sich ein Künstler an der Grenzlinie zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Leben und Tod befinden kann. Der sich im Privatleben widerspiegelnde Wahnsinn, der 2009 in einem kuriosen Autounfall gipfelt, kostet dem „Living Dead Clown“ beinah das Leben.

Der erste Teil des Portraits besteht aus intimen und verstörenden Impressionen einer Probe (2008). Der zweite Teil besteht aus einem Interview mit Patrik Huber aus dem Jahr 2012, sowie div. Konzertausschnitten ( „The Living Dead Clowns“ beim Linzfest 2007, Patrik Huber im Wiener 3raum-Theater im Jahr 2008 und die musikalische Lesung „Poems for Anarchy“ im Roten Krebs in Linz, Februar 2013 ).

Written, directed, edited, produced by Gerald Harringer
27 min, Austria, 2013

A portrait of Patrik Huber, Austrian artist and enfant terrible.Shot from 2007 to 2013. Patrik Huber’s sometimes hardly bearable ultra-grotesque humor appeals to fans of the absurd. It rarely reaches a broader audience. And the madness reflected in the artist’s private life, culminating in a curious car accident, nearly costs the „Living Dead Clown“ his life.

Kamera: Gerald Harringer, Michael Rusam

Musik:
Camino Abierto von Carlos Vargas
Addicted von Madame Humtata
Im 3raum Theater: Patrik Huber, Paul Hoffmann, Oliver Vollmann. Edith Lettner
Im Roten Krebs: Patrik Huber, Christine Hinterkörner, Theo Helm

The Living Dead Clowns: Patrik Huber, Christian Gratt, Wolfgang Gratt, Paul Hoffmann, Manuel Mitterhuber

Poems for Anarchy: Patrik Huber, Christine Hinterkörner, Theo Helm, Michael Hornek

Englische Untertitel: Sophia Hochedlinger

Dank an:
Gasthaus zur Post, Ottensheim
Hubsi Kramer, 3raum Theater Wien
Clemens Hollmann (Doku 3raum Theater)
Walter Litzlbauer & Claudia Zünd, Archiv der Stadt Linz (Doku Linzfest)
Roter Krebs, Linz
Moviemento, Linz

Gefördert durch:

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